Heimwerkstatt

Nach meinem selbst verursachten Unfall hatte ich meinen rechten Rückblinker behelfsmäßig repariert. Etwas Panzerband und Lötzinn hatten geholfen. Bis jetzt.

Der Blinker hatte auf der Fahrt nach Münster seine Aussetzer, sodass ich immer mal wieder dagegen geklopft habe, um den Blinker wieder in den Takt zu bringen. Es hat aber nur bedingt funktioniert, weswegen ich die münsterländer Verkehrsteilnehmer mit meinem Armzeichen fürs rechts Abbiegen (weil unbekannt) wohl verwirrt habe.

Es führte also kein Weg daran vorbei, den Blinker noch einmal zu reparieren. Auch das klappte trotz des Verlötens von Plastik nicht. Es musste also ein neuer Blinker her. Oder zwei, damit ich auch weiterhin von hinten gut aussehe 😉 Der Plan war, zu einem Fachhändler zu fahren, mir ein Blinkerpaar zu kaufen und es zu montieren. Als ich vor dem Regal stand, verwirrte mich die Auswahl. Einzelne Blinker für alle Positionen: vorne rechts, vorne links, hinten rechts und hinten links. Hinten links war auch vorne rechts einsetzbar und hinten rechts vorne links. Die Form sollte der der vorderen Blinker entsprechen. LED Blinker kamen nicht in Frage, da ich nicht wußte und immer noch nicht weiß, wie sich diese Änderung auf meinen neuen Kabelbaum und die Stromversorgung im allgemeinen auswirken könnte.

Meine Internetrecherche ergab, dass es auch Universalblinker gibt. Also bin ich zu einem anderen Fachhändler gefahren und stand erneut vor der Blinkerwand. Ob nun universell oder nciht, es gab keine zwei passenden Blinker, die mir gefielen. Hinzukam die Ungewissenheit über die Größe der Öffnung für das Schraubgewinde. Waren es 9 mm, 10 mm oder sogar 11 mm? Bei meinem kleinen chinesischen Nachbau ist ja nichts genormt. Ich baute also meinen defekten Blinker ab und nahm ihn als Muster mit.

Ich versuchte mein Glück bei einem Motorrad-Gebrauchtteile-Händler mit angeschlossenem Schrottplatz. Seine Suche in den unendlichen Weiten seiner Blinkerkiste verhalf mir zu einem Paar japanischen Blinker. Sie gehörten mir für einen Fünfer. Wie diese Steckverbindungen nun heißen, die am Ende eines Kabels sind, weiß ich noch nicht. Ich glaube aber, dass diese Anschlüße gecrimpt werden. Ein Freund empfahl mir eine andere Lösung als das Löten oder Crimpen: die Nutzung einer Steckklemme. Und es funktionierte.

Nun habe ich wieder zwei funktionierende Blinker hinten.
Die nächste Fernfahrt kann also kommen.

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2 Responses to Heimwerkstatt

  1. griesgram999 says:

    Schön, dass es wieder blinkt.

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  2. Den rechten Arm benutze ich gerne zusätzlich. Wenn ich nämlich _vor_ einem vermeindlichen Abzweig rechts ran/rum will oder _nach_ einem erfolgten Abzweig erneut rechts ran/rum will, und ich mir sicher bin, dass der anstandslose Spacken hinter mir das nicht peilt.

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